Wirtschaftskanzlei G. Ley, LL.M. - Konfliktmanagement
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Konfliktmanagement 

Konflikte sind grundsätzlich besser als ihr Ruf. Sie können,  richtig gemanagt, eine Chance zu persönlichem Wachstum sein. Sie können uns neue Erkenntnisse über uns selbst und andere vermitteln. Ohne Konflikte gibt es keinen Fortschritt.

Konflikte können in ihren ersten Phasen durch die Konfliktparteien selber und ohne fremde Hilfe gelöst werden. Es gibt hier noch durchaus die Möglichkeit, den Konflikt mit einer Gewinner-Gewinner-Situation beizulegen.

Ein Problem werden Konflikte allerdings dann, wenn man ihnen ungehindert freien Lauf lässt. Der Konfliktforscher Friedrich Glasl nennt die neunte und letzte Phase seines Konfliktschemas „gemeinsam in den Abgrund“.

Was das heißen kann, schildert eindringlich der Film „Rambo“. Ein Sheriff verbot dem ehemaligen US-Soldaten John Rambo in „seiner Stadt“ essen zu gehen. Dieser wollte sich nicht an das Verbot halten. Daraufhin wurde er verhaftet und menschenunwürdig behandelt.

Wie eine Lawine bekam der Konflikt eine Eigendynamik, bis schließlich Tote und Verletzte zu beklagen waren und die Stadt in Schutt und Asche versank.

Konflikte haben, wenn man sie nicht rechtzeitig managt, die Eigenart, eine Eigendynamik zu entwickeln, die von den Konfliktbeteiligten nicht mehr beherrscht werden kann. Zum Schluss kommt es schon gar nicht mehr darauf an, worum es zu Beginn des Konfliktes ging.

Es wird sogar zustimmend in Kauf genommen, dass man selber einen Schaden erleidet. Wesentlich ist nur, dass der andere einen noch größeren Schaden davonträgt, als man selbst.

Ab einer bestimmten Konfliktphase gibt es nur noch die Verlierer-Verlierer-Situation. Die Folgen sind hoher Kostenaufwand, Image- und Vertrauensverlust, unter Umständen sogar Berufsunfähigkeit aufgrund von Erkrankung durch den Konflikt und seine unprofessionelle Bearbeitung.

Der Konfliktforscher Friedrich Glasl hat die Entwicklung von Konflikten in neun Phasen dargestellt (s.a. die Graphik Phasenmodell).


1. Phase (Win-Win)

Stufe 1 – Verhärtung
Konflikte beginnen mit Spannungen, z. B. gelegentliches Aufeinanderprallen von Meinungen. Es ist alltäglich und wird nicht als Beginn eines Konflikts wahr- genommen. Wenn daraus doch ein Konflikt entsteht, werden die Meinungen fundamentaler. Der Konflikt könnte tiefere Ursachen haben.

Stufe 2 – Debatte
Ab hier überlegen sich die Konfliktpartner Strategien, um den anderen von ihren Argumenten zu überzeugen. Meinungsverschiedenheiten führen zu einem Streit. Man will den anderen unter Druck setzen. Schwarz-Weiß-Denken entsteht.

Stufe 3 – Taten statt Worte
Die Konfliktpartner erhöhen den Druck auf den jeweils anderen, um sich oder die eigene Meinung durchzusetzen. Gespräche werden z. B. abgebrochen. Es findet keine verbale Kommunikation mehr statt und der Konflikt verschärft sich schneller. Das Mitgefühl für den "anderen" geht verloren.

2. Phase (Win-Lose)

Stufe 4 – Koalitionen
Der Konflikt verschärft sich dadurch, dass man Sympathisanten für seine Sache sucht. Da man sich im Recht glaubt, kann man den Gegner denunzieren. Es geht nicht mehr um die Sache, sondern darum, den Konflikt zu gewinnen, damit der Gegner verliert.

Stufe 5 – Gesichtsverlust
Der Gegner soll in seiner Identität vernichtet werden durch alle möglichen Unterstellungen oder ähnliches. Hier ist der Vertrauensverlust vollständig. Gesichtsverlust bedeutet in diesem Sinne Verlust der moralischen Glaubwürdigkeit.
Stufe 6 – Drohstrategien
Mit Drohungen versuchen die Konfliktparteien, die Situation absolut zu kontrollieren. Sie soll die eigene Macht veranschaulichen.  Hier entscheiden die Proportionen über die Glaubwürdigkeit der Drohung.

3. Phase (Lose-Lose)

Stufe 7 – Begrenzte Vernichtung
Hier soll dem Gegner mit allen Tricks empfindlich geschadet werden. Der Gegner wird nicht mehr als Mensch wahrgenommen. Ab hier wird ein begrenzter eigener Schaden schon als Gewinn angesehen, sollte der des Gegners größer sein.

Stufe 8 – Zersplitterung
Das feindliche System soll mit Vernichtungsaktionen zerstört werden. Abschnüren der Exponenten vom Hinterland. Durch Zerstörung der vitalen Systemfaktoren soll das gegnerische System unsteuerbar gemacht werden.

Stufe 9 – Gemeinsam in den Abgrund
Ab hier kalkuliert man die eigene Vernichtung mit ein, um den Gegner zu besiegen.

Wie oben schon dargestellt, lassen sich in dem Film "Rambo" die neun Konfliktstufen deutlich nachvollziehen.

Aber auch alltägliche Konflikte können wir über alle neun Stufen hinweg beobachten. Das gilt für fast alle Lebenslagen, z.B. bei Konflikten am Arbeitsplatz.

Wie das Phasenmodell deutlich zeigt, können Konflikte der ersten zwei Stufen noch leicht durch die Beteiligten selbst beigelegt werden. Bei der dritten Stufe wird es schon schwieriger, ist aber noch möglich.

Ab der vierten Stufe beginnt die Phase, bei der es einen Gewinner und einen Verlierer gibt. Das ist aber nur bei oberflächlicher Betrachtung so. Wird der Konflikt öffentlich, was ab Stufe vier der Fall ist, lässt jeder der beteiligten Federn. Auch dann, wenn einer der Beteiligten als gefühlter Sieger den Platz verlässt. Hier ist Mediation das Mittel der Wahl. Auch sind andere Strategien der Konfliktbeilegung angebracht, z.B. Schlichtungsverfahren o.ä.

In der dritten Phase, also ab Stufe 7, wird es schwierig. Hier  wird davon ausgegangen, dass nur noch ein Machteingriff möglich ist. Im Klartext heißt das dann, dass den Konfliktparteien selber keine Entscheidungsbefugnis mehr eingeräumt wird, wie der Konflikt zu lösen ist. Meistens kommt es hier zu Gerichtsentscheidungen. Auch dann, wenn eine Partei den Gerichtssaal als Sieger verlässt, kann hier von einem Gewinner keine Rede mehr sein. Hier verlieren alle an dem Konflikt beteiligten.

Allerdings kann ein erfahrener Mediator und Konfliktmanager  den Konflikt noch auf eine mediierbare Stufe "zurückholen", selbst dann, wenn er sich in Stufe sieben oder sogar acht befindet.

Ich wurde durch Friedrich Glasl höchst selbst ausgebildet, sodass ich über die entsprechenden Kompetenzen verfüge, auch hocheskalierende Konflikte professionell zu bewältigen.  In dieser Beziehung kann ich auf zahlreiche Erfolge verweisen.


Das Phasenmodell von Friedrich Glasl
glasl.pptx (PPTX — 71 KB)
(Anklicken um das Modell sichtbar zu machen)



Ich biete Ihnen professionelles Konfliktmanagement auch bereits im Vorfeld von Konflikten, insbesondere solche im Arbeitsleben. Dazu gehören:


  • Analyse besonders konfliktträchtiger Konstellationen in Teams

  • Konfliktprophylaxe

  • Bearbeitung und Begleitung aktueller Konflikte

  • Durchführung von Mediation

  • Workshops und Seminare zum Thema Konfliktmanagement

  • Coaching von Konfliktparteien

  • Ausbildung von betrieblichen Konfliktberatern etc.


Nicht gelöste Konflikte können Sie teuer zu stehen kommen. Sorgen Sie daher rechtzeitig dafür, dass Konflikte nicht eskalieren und damit „aus dem Ruder laufen“.



















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