Wirtschaftskanzlei G. Ley, LL.M. - Juristische Weiterbildung
Wirtschaftskanzlei G. Ley, LL.M.      - Wirtschaftsmediation Verhandeln Konfliktmanagement Compliance
















Juristische Weiterbildung

Die klassische Juristenausbildung hat nach wie vor den Einheitsjuristen im Blick. Vorwiegend bezieht sie sich auf die Ausbildung für das Richteramt. Diese Entwicklung wurde insbesondere in den letzten Jahren durch die Anwaltschaft beklagt, was schließlich zur Folge hatte, dass auch die Tätigkeit als Anwalt in die Juristenausbildung mit einfließen sollte. Ob dies gelungen ist, darf bezweifelt werden.

Der Gesetzgeber hat in § 5 a DRiG folgendes bestimmt:

(3) Die Inhalte des Studiums berücksichtigen die recht-sprechende, verwaltende und rechtsberatendePraxis einschließlich der hierfür erforderlichen Schlüssel-qualifikationen wie Verhandlungsmanagement, Ge- sprächsführung, Rhetorik, Streitschlichtung, Mediation, Vernehmungslehre und Kommunikationsfähigkeit.   

Die Umsetzung in den einzelnen Bundesländern ist unterschiedlich und berücksichtigt nicht immer alle im DRiG gestellten Anforderungen.

Insoweit ist nicht sichergestellt, dass eine einheitliche Ausbildung in den sog. Schlüsselqualifikationen stattfindet. 

Gerade die Rhetorik und die Kommunikationsfähigkeit liegen bei vielen Juristen im Argen. Bei meinen Beobachtungen anlässlich der Vorbereitung meines Lehrbuches "Rhetorik für Rechtsanwälte", gerade und vor allem in Strafprozessen, konnte ich immer wieder feststellen:

  • fehlender Blickkontakt zu anderen Prozessorganen, insbesondere bei konfligierenden Situationen
  • undeutliche Aussprache bei der Formulierung von Anträgen oder im Schlussvortrag
  • unsicheres Auftreten von Anwälten bei der Formulierung von Beweisanträgen bei tatsächlichem oder gefühltem Schulterschluss von Staatsanwaltschaft und Gericht
  • unkonzentrierter und fahriger Vortrag bei komplexen Sachverhalten
  • "soziales Grunzen" (Äh, Ähm, Hmm)


Ich biete spezielle Fortbildungen und Rhetorik-Coachings für Anwälte, insbesondere für Strafverteidiger. Ebenfalls biete ich Kurse für Richter, Staatsanwälte, Verwaltungsjuristen oder Wirtschaftsjuristen.

Diese Fortbildungen sind von der Anlage her so konzipiert, dass Rhetorik für Rechtsanwälte tatsächlich nur für Rechtsanwälte buchbar ist. Die Inhalte sind jeweils auf die spezifischen  juristischen Berufsgruppen zugeschnitten. Ein Rechtsanwalt hat andere Präferenzen, als ein Richter, Staatsanwalt oder Verwaltungs- oder Verbandsjurist.

In meinen Seminaren werden auch die wesentlichen Kommunikationstheorien behandelt. Es wird also nicht nur die "Kunst der Beredsamkeit" vermittelt, sondern auch ins Bewusstsein gebracht, was man mit der Sprache alles anrichten kann.

Zum Thema "Rhetorik für Juristen" ist  mein Online-Kurs bei Lecturio GmbH erschienen.















Vernehmungslehre

Forensisch tätige Juristen brauchen die Vernehmungslehre!
Selbst dann, wenn sie selber keine Vernehmung durchführen, ist es indessen teilweise von entscheidender Bedeutung zu wissen, wie eine Vernehmung stattzufinden hat. Nach welchen rechtlichen Regeln läuft sie ab. Welche Taktiken werden angewendet. Sind sie zuässig oder nicht? Wie kann ich beurteilen, ob eine Aussage, gleichgültig ob die eines Beschuldigten oder Angeklagten oder jene eines Zeugen, glaubhaft ist? Welches sind die jeweiligen Beurteilungskriterien?

Diese Fragen beantworte ich in meinen Seminaren zum Thema "Glaubhaftigkeitsbeurteilung von Zeugenaussagen", die ich bereits seit mehr als einem Jahr erfolgreich in der Anwaltsfortbildung durchführe. Zu diesem Thema bereite ich gegenwärtig ein Handbuch für Strafverteidiger vor, das voraussichtlich noch in diesem Jahr erscheinen wird.


Mediation und Konfliktmanagement


Durch das Inkrafttreten des Mediationsgesetzes erhält die Mediation auch für die Anwaltschaft einen anderen Stellenwert. Hinzuweisen ist insoweit auf § 54 a ArbGG, der sich mit der Mediation in der Weise befasst, dass das Gericht eine Mediation vorschlagen kann ebenso wie die streitenden Parteien. Kommt es zu einer Mediation, so hat das Gericht das Verfahren auszusetzen.

Weiter ist noch auf § 252 Abs. 3 Nr. 1 ZPO hinzuweisen. Danach soll die Klageschrift die Angabe enthalten, ob der Klageerhebung der Versuch einer Mediation oder eines anderen Verfahrens der außergerichtlichen Konfliktbeilegung vorausgegangen ist, sowie eine Äußerung dazu, ob einem solchen Verfahren Gründe entgegenstehen.

Diese beiden Beispiele, die u.a. jeweils nach Inkrafttreten des Mediationsgesetzes in die ZPO bzw. das Arbeitsgerichtsgesetz eingefügt wurden, zeigen, dass nunmehr die außergerichtliche Streitbeilegung einen auch vom Gesetzgeber gewollten hohen Stellenwert erhalten hat.

Zum diesem Thema ist mein Online-Kurs "Mediation und Konfliktmanagement" bei Lecturio GmbH erschienen.

Juristische Weiterbildung

Seit zwei Jahren führe ich das Seminar "Verteidigung bei Grundrechtseingriffen durch Polizei und Staatsanwaltschaft" durch. Ebenfalls das Seminar "Beamtendisziplinarrecht und Beamtenstrafrecht".

Ich habe das Fach Eingriffsrecht (Grundrechtseingriffe durch Polizei und Staatsanwaltschaft nach der StPO und Polizeirecht) sechs Jahre an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NW am Fachbereich Polizei gelehrt. Insoweit können von mir vertiefte Kenntnisse erwartet werden. Das Thema wird von mir gegenwärtig auf den neuesten Stand der Gesetzgebung und Rechtsprechung gebracht.

In Vorbereitung befindet sich gegenwärtig ein Seminar mit dem Titel "Operative Fallanalyse", "Kriminaltechnik und Beweisführung"sowie "Rechtsprobleme des Klageerzwingungsverfahrens".