Wirtschaftskanzlei - Home
Wirtschaftskanzlei - Wirtschaftsmediation Verhandeln Konfliktmanagement Compliance
Vielen Dank für Ihren Besuch!





Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung?
Prima. Dann können Sie so gut wie jeden Konflikt vor Gericht austragen. Zumindest so lange, bis es Ihrer Rechtsschutzversicherung reicht und sie den Vertrag mit Ihnen kündigt. Das kann schneller gehen, als sie glauben.

Bekommen Sie aber auch dann, wenn Sie eine Deckungszusage bekommen, wirklich immer RECHT?

Ein geflügeltes Wort unter Juristen sagt: "Vor Gericht und auf hoher See ist man immer in Gottes Hand." Was heißt das nun im Klartext? Nicht jeder der glaubt, dass die Rechtslage zu seinen Gunsten eindeutig ist, verlässt den Gerichtssaal mit einem für ihn günstigen Urteil. Nicht selten passiert es, dass ein siegesbewusster und siegessicherer Kläger den Prozess verliert. Und das, obwohl die Rechtslage eindeutig war. Gerade im Arbeitsrecht kommt dem Richterrecht eine herausragende Stellung zu. Was heute ein Landesarbeitsgericht für Recht erkennt, kann morgen schon durch das Bundesarbeitsgericht oder den Europäischen Gerichtshof "kassiert" werden.

Auch eine vorschnell erstattete Strafanzeige bringt nicht immer den Erfolg, den sich die Anzeigenerstatter erhoffen. Strafverfahren vor dem Amtsgericht finden regelmäßig im Stundentakt statt, wenn nicht in noch geringeren Abständen. Es besteht hier in vielen Fällen eine starke Neigung von Staatsanwaltschaft und Gericht, das Verfahren einzustellen. Das kann in unterschiedlicher Weise erfolgen. Entweder wegen geringer Schuld ohne Auflage oder gegen Auflagen, z.B. Zahlung einer Geldbuße oder Täter-Opfer-Ausgleich etc.

Alle diese vorgenannten Fälle haben eines gemeinsam: Hier wird regelmäßig das "Tischtuch zerschnitten". D.h. die Beteiligten sind sich spinnefeind und können sich nicht mehr unbefangen begegnen, geschweige denn noch miteinander arbeiten oder sonst zusammenleben.

Hier stellt sich immer wieder die Frage:

"War das die Sache wert?"

Abgesehen davon, dass jeder Rechtsstreit eine Menge Geld kostet (selbst eine Rechtsschutzversicherung verlangt regelmäßg eine Selbstbeteiligung des Versicherten oder der Beitrag erhöht sich signifikant), verliert bei einem öffentlich ausgetragenen (Rechts-) Streit jeder auf die eine oder andere Weise sein Gesicht. Mit anderen Worten: Keiner gewinnt, aber alle verlieren!

Erfahrungsgemäß verhandeln viele Anwälte am liebsten immer noch vor Gericht. Warum das so ist, liegt auf der Hand. Bei einem Rechtsstreit gibt es einen Streitwert, nach dem sich die Anwaltsgebühren berechnen. Wenn es dann im Rahmen eines Prozesses zu einer Einigung außerhalb eines Urteils kommt, fällt zusätzlich zu den bereits aufgelaufenen Gebühren noch eine Vergleichsgebühr an. Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetzt (RVG) kennt keinen Gebührentatbestand für eine Mediation. Der Anwalt, der auch Mediator ist, befindet sich gebührentechnisch auf der sicheren Seite, wenn er den Rechtsstreit präferiert. Das wird zumindest noch so lange der Fall sein, wie sich die Möglichkeiten der Mediation und des Konfliktmanagements als Alternative zum Rechtsstreit noch nicht wirklich so etabliert haben, wie es ihnen tatsächlich zukommt.

Auf den folgenden Seiten stelle ich Ihnen vor, wie man mit Konflikten professionell umgehen kann, ohne einen kostspieligen und die Reputation beschädigenden Rechtsstreit führen zu müssen.